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Kindergeld

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Ist auch in Frankreich die Zeit der hohen Geburtenraten vorbei ?

Frankreich hatte sich bei der Anzahl der Geburten von den restlichen Nationen in Europa abgekoppelt. Während die meisten anderen europäischen Nachbarländer rund um Frankreich, vor allem Deutschland, das Problem mit zu geringe Geburtenraten hatte, war dies in Frankreich jahrelang anders.

Frankreich erlebte einen Babyboom zur Jahrtausendwende und hatte jährlich eine steigende Anzahl der Geburten zu vermelden. Es war eine Erfolgsstory der Familienpolitik, welche dieses Jahr ein abruptes Ende gefunden hat. Die Anzahl der Geburten ist um  rund 2,75 % gesunken und natürlich wird hinterfragt was der Auslöser daran sein könnte.

Frankreich hatte im Jahr 2013 eine massive Reform des Budgets mit weitreichenden Änderungen der Förderungen  der Familienpolitik beschlossen, welche das Budget entlasten sollte. Die Förderung der Familie ist in Frankreich ohnehin nicht mit der deutschen vergleichbar. So wird in Frankreich nur Kindergeld an Familien bezahlt, welche mindestens zwei Kinder haben. Des weiteren wird jetzt nach den Reformen das Kindergeld gekürzt, wenn das Familieneinkommen gewisse Grenzen überschreitet. So gibt es bei einem Familieneinkommen über 6000 Euro nur mehr das halbe Kindergeld und ab 8000 € im Monat nun mehr ein Viertel.

Das Kindergeld ist generell in Frankreich deutlich geringer als in Deutschland. So gibt es in Frankreich für zwei Kinder deutlich weniger Geld vom französischen Staat, als Deutschland für eines. So sieht die Familienförderung in Frankreich Kindergeld in der Höhe von 129 € pro Monat für zwei Kinder, und 295 € für drei Kinder vor.

Auch bei der Elternzeit hat sich Frankreich auf Sparmaßnahmen besonnen. So wurde die maximale Elternzeit für Mütter von 36 Monate auf 18 Monate gekürzt. Zwar wurde auch die Elternzeit für Väter im Rahmen der Gleichberechtigung auf diesen Zeitrahmen (18 Monate) erhöht, was aber nicht so oft in Anspruch genommen wird und so zu hohen Budgeterleichterungen führt.

Der sinkende Geburtenrate wird nun mit diesen Reformen der Familienförderung in Verbindung gebracht. Ob dies der wahre oder ausschließliche Grund ist, wird allerdings bezweifelt, denn auch die stagnierende Wirtschaft und die ökonomische Probleme des Landes werden ebenfalls als Mitverursacher der sinkende Geburtenraten genannt.

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